Neuzeller Klostergeflüster
Eckdaten zur Rundtour
Neuzelle
ca. 3 h
7 km
Im 13. Jahrhundert stiftete Heinrich der Erlauchte, Markgraf von Meißen, den Zisterziensern in Neuzelle ein Kloster. Heute ist es das einzig vollständig erhaltene Zisterzienserkloster in Brandenburg und das größte Barockdenkmal Ost- und Norddeutschlands. Die Klosteranlage mit barockem Klostergarten und Orangerie sowie Kreuzgang mit Klausur überstand Kriege und Plünderungen, im Jahre 1817 wurde das Kloster vom Preußenstaat aufgelöst.  Den Mittelpunkt des Areals bilden die prunkvoll ausgestattete katholische Stiftskirche St. Marien sowie die evangelische Kirche zum Heiligen Kreuz. Der Klostergarten mit Orangerie gehört zu den bedeutendsten Gartenanlagen Deutschlands. Mit seinen Wege- und Wasseranlagen und seinen steil abfallenden Terrassen gilt er heute als einziger Barockgarten Brandenburgs, in dem die Mönche einst auch Wein anbauten. Der Verein der Klosterwinzer ließ diese Tradition wiederaufleben und pflanzte 2002 400 Rebstöcke an.  Das im Weinberg des Klosters gebaute, unterirdische Museum Himmlisches Theater zeigt die beiden Szenen Judaskuss und Kreuztragung nach ihrer Restaurierung mit ihren Bühnenbildern aus den früher jährlich aufgeführten Neuzeller Passionsdarstellungen vom Heiligen Grab – ein einmaliger Kunstschatz aus der Zeit des Barock.  Neben dem Kloster finden Sie auch die letzte produzierende Klosterbrauerei Brandenburgs. Nachweislich seit 1416 wird hier der beliebte Gerstensaft gebraut. Einblicke in das Leben der damaligen Bediensteten geben das Strohhaus- und Bauernmuseum. Wer im Sommer nach Neuzelle kommt, sollte sich unbedingt das internationale Musiktheater OperOderSpree vormerken. Es zählt zu den Höhepunkten im Brandenburger Kultursommer.  Der 7 km lange Rundgang durch Neuzelle ist besonders für Kulturliebhaber, aber auch für Familien mit größeren Kindern zu empfehlen. Planen Sie etwa 2 Stunden reine Gehzeit (ohne Besichtigungen) ein. 
Ein Stadtrundgang für Kulturliebhaber und Geniesser.