Ab dem Bahnhof Laufach folgt Ihr für die gesamte Tour dem Zeichen der Europäischen Kulturwege: ein gelbes EU-Schiffchen auf blauem Grund – hier mit einer Eisenbahn in der Mitte. Ihr nehmt die Bahnhofstraße in Richtung Osten. Nachdem der Bach Laufach überquert ist, haltet Ihr Euch weiter bergan auf der Buchenlandstraße, bis Ihr den Weg auf halber Höhe erreicht, der oberhalb des Eisenwerks Düker verläuft.
Oberhalb von Laufach lohnt es sich, innezuhalten. Von hier aus ist der Blick auf den Ort und in die Umgebung besonders schön. Gleichzeitig beginnt hier seit 2017 die geänderte Streckenführung der Bahnlinie durch den Spessart, für die insgesamt vier Tunnel neu gebohrt wurden.
Laufach hat seinen Ursprung im Eisenerz und ist einer der ältesten Industriestandorte Deutschlands. Die Industrialisierung im 19. Jahrhundert veränderte die Situation in der Region erheblich. Die Produktion wanderte in Ballungsräume wie das Rhein-Main-Gebiet ab, die Spessarter blieben zurück und verarmten. Dem Werk in Laufach aber brachte der Bau der Eisenbahnlinie Würzburg-Aschaffenburg bis 1854 volle Auftragsbücher. Mit der Fertigstellung der „Ludwigs-Westbahn“ zwischen Bamberg und Hanau im Oktober 1854 setzte ein erneuter Wandel ein. Die Spessartgemeinden erhielten Anschluss an die große Welt, und die Lebensverhältnisse verbesserten sich.
In der Landschaft fallen auch heute noch die Bahnlinie und Tunnelbauten ins Auge. 2017 wurde der 1854 eröffnete Schwarzkopftunnel geschlossen und eine komplett neue Trasse durch den Hauptkamm des Spessarts gebohrt.
Habt Ihr Euch sattgesehen? Dann geht es weiter entlang der Bahnlinie zur Freizeit- und Erholungsanlage Spessartrampe, wo Ihr gleich die Gelegenheit habt, Euch auch satt zu essen. Bei gutem Wetter kann im Gasthaus „Seebachblick“ (Tel. 06093 993180) gutbürgerlich gespeist werden.
Bahnhofstraße 20
63846 Laufach