Auf dem ZweiUferPanoramaweg von Retzbach nach Thüngersheim

Wanderung in die Höhen des Weinlands

Start
Zellingen
Dauer
4 h
Länge
16 km
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Weinberge Thüngersheim, Foto: Jil Abfalter
Wallfahrtskirche Maria im Grünen Tal, Retzbach, Foto: Reinhold Meurer
Rathaus Retzstadt, seitlich, Foto: Reinhold Meurer
terroir f  , Foto: Rolf Nachbar, Lizenz: Gemeinde Thüngersheim
WeinKulturGaden, Foto: Florian Hammerich
Eckdaten zur Tour
Ausgehend vom Wallfahrtsort Retzbach wandert Ihr auf den Höhenzügen oberhalb des Retztales über Retzstadt bis nach Thüngersheim. Richtet Euch auf gut 380 Höhenmeter ein. Der Aufstieg lohnt sich. Der Blick schweift ein ums andere Mal weit ins Land bis nach Würzburg, zum Steigerwald, Spessart und in die Rhön. Die bedeutende Wallfahrtskirche „Maria im grünen Tal“ lädt zu einem Moment der Besinnung ein und fasziniert die Kulturinteressierten. Und natürlich werdet Ihr durch die Weinberge streifen.

Orientiert Euch an den Markierungen mit dem blauen Fünfeck, der Amsel und der Maus. Für eine Rast stehen am Wegesrand Muschelkalkbänke, Wellenliegebänke oder Schutzhütten bereit.
Eine Wandertour für Naturliebhaber, Kulturliebhaber und Entdecker

Start- und Endbahnhof

Startbahnhof
Bahnhof Retzbach-Zellingen
4 Tourstationen
16 km / 4 Stunden
Endbahnhof
Bahnhof Thüngersheim

Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.

Vorschau der App-Darstellung der Tour "SUP-Seeing in Potsdam" | © DB Regio Nordost

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Ablaufplan

Tourstart am Bahnhof Retzbach-Zellingen

Wegbeschreibung

Ihr verlasst den Bahnhof rechter Hand und folgt der Bahnhofstraße, am alten Fachwerk-Rathaus geht es rechts bergab. Hundert Meter nach dem Hotel „Vogelsang“ biegt Ihr links in den Pfarrer-Seitz-Weg entlang des Baches Retz ein. Am Ende erwartet Euch ein Treppenaufstieg in die Retzstadter Straße. Die Route führt nun bis zur Wallfahrtskirche „Maria im grünen Tal“.

Die Retzbacher Wallfahrtskirche liegt umgeben von Natur. Der angrenzende Gesundheitsgarten lädt zum Erkunden und aktiven Erholen ein. Hinter der Kirche führt der 1880 geweihte Kreuzweg, bestehend aus 14 Stationsbildern, den Berg hinauf.

Wallfahrtskirche „Maria im Grünen Tal“

Der Wallfahrtsort aus dem 13. Jahrhundert gehört zu den ältesten in Franken und wird jährlich von Tausenden Pilgern besucht. Seit 1229 besuchen Menschen die lächelnde Gnadenmadonna im Chorraum der Kapelle. Sie soll um 1200 von den Herren von Thüngen bei der Jagd gefunden worden sein, worauf sie die Kapelle stifteten. Deren ursprünglicher Bau bildet heute noch den Ostchor, wurde aber in späteren Jahrhunderten erheblich vergrößert. Im 17. und 18 Jahrhundert entstanden das Langhaus, barocke Westfassade sowie die Treppentürme mit Zwiebelkuppeln. Verschiedene Erneuerungen waren notwendig, nachdem 1969 bei einem Gewitter das Dach des Langhauses eingestürzt war.

Kapellenweg 2
97225
Zellingen
Telefon: 09364 9930
E-Mail Adresse: pfarrei.retzbach@bistum-wuerzburg.de
terroir f - Wein und Mythologie, Foto: Herbert Ehehalt

Wegbeschreibung

Ihr geht ein kurzes Stück zurück auf der Retzstadter Straße. Folgt dem Treppenaufgang rechts, der unter der MSP7 (Kreisstraße im Landkreis Main-Spessart) hindurchführt. Nun geht Ihr rechts weiter auf dem Hauenweg bis zum Rastplatz mit Muschelkalkbank und Panoramablick. Nach kurzer Rast geht es weiter aufwärts, links am Kreuz vorbei, dann lange geradeaus bis zum Aussichtspunkt „Toter Mann“. Hier befindet Ihr Euch in 350 Metern Höhe. Der Ausblick reicht weit bis in den Spessart und die Rhön hinein.
Von hier aus gelangt Ihr an eine Kreuzung. Biegt rechts ab und folgt der Ortsverbindungsstraße Retzstadt-Thüngersheim für etwa 200 Meter. Haltet Euch nun rechts. Hier geht es leicht bergab. An der nächsten Möglichkeit geht es kurz nach links und sofort in spitzem Winkel wieder nach rechts. An der Weggabelung links halten. Folgt der Route durch die Weinberge nun bis zum Kreuzschlepper, wo Euch ein weiterer Panoramablick und eine Rastmöglichkeit erwarten. Der Weg führt jetzt bergab und eröffnet eine Aussicht auf das „Dorf der Wege“ Retzstadt. Auf der Internetseite der Gemeinde finden sich allein 10 Themen-Wanderwege, die ausgehend vom Rathaus in die Umgebung und durchs Dorf angelegt wurden. So der Poetenweg mit wechselnden Gedichten, der Waldlehrpfad, der Planetenweg, auf dem über sechs Kilometer Wissen zu unserem Sonnensystem lebendig vermittelt wird, sowie der Märchenweg und der Besinnungsweg.
Die MSP7 überquert Ihr, passiert das Fachwerkhaus am Wegesrand und folgt dem Weg Richtung Rathaus. Der Turm der Kirche St. Andreas zeigt den Weg.

Rathaus Retzstadt mit Ratskeller und Pfarrkirche St. Andreas

Das Rathaus Retzstadt beheimatet neben der Gemeindeverwaltung den "Ratskeller", heute ein italienisches Restaurant. Die Konstruktion des Rathausgebäudes ruht auf Pfählen, die in den Boden gerammt wurden. Das Erdgeschoss stammt vermutlich aus dem 18. Jahrhundert, das obere Stockwerk ist im 20. Jahrhundert ergänzt worden. Links davon befindet sich das Haus "Sinder", heute zum Rathaus gehörig, mit typischen Keller-Rundbogen und Krüppelwalmdach, ein sogenanntes Einhaus, bei dem Wohnen und Wirtschaften unter einem Dach stattfanden. Oberhalb des Rathauses befindet sich die Pfarrkirche St. Andreas. Sie wurde zwischen 1726 und 1730 nach Plänen des berühmten Barock-Baumeisters Balthasar Neumann, dem Schöpfer der Würzburger Residenz, erbaut. Es hat einen älteren Vorgängerbau gegeben, von dem die romanischen Elemente am Treppenaufgang Zeugnis geben. Auch wurden Reste einer alten Kirche gefunden, die um 1250 erbaut worden sein soll.

Rathausplatz 5
97282
Retzstadt
Telefon: 09364 6059740
E-Mail Adresse: rathaus@retzstadt.de
Donnerstag: 17:00 - 23:00 Uhr
Freitag: 17:00 - 23:00 Uhr
Samstag: 17:00 - 23:00 Uhr
Sonntag: 11:00 - 23:00 Uhr
terroir f - Wein und Mythologie, Foto: Herbert Ehehalt

Wegbeschreibung

Falls Ihr Euch für den weiteren Weg ein wenig stärken möchtet und der Ratskeller noch nicht seine Pforten geöffnet hat, bietet sich an, der Bäckerei Weber einen Besuch abzustatten. Die Bäckerei befindet sich knapp 70 Meter von der Pfarrkirche entfernt in der Hauptstraße 27, 97282 Retzstadt.
Geht dann durch die Unterdorfstraße, dann halblinks in die Thüngersheimer Straße, vorbei an Kindergarten, Grundschule, DJK-Sportpark, schließlich immer bergauf weiter bis zur Breitfeldhöhe. Hier, bei den Bankgruppen, ist ein schöner Platz, um ein kleines Picknick abzuhalten. Die Breitfeldhöhe ist mit 387 Metern die höchste Erhebung auf dieser Wandertour. Sie bietet ein Rund-um-Panorama mit Blick auf Würzburg, Spessart, Rhön und Steigerwald. Folgt dem Weg nun weiter ein wenig im Zickzack durch die Felder und passiert einen Modellfllugplatz, um danach scharf rechts bergab zu gehen. Ihr gelangt nach etwa 300 Metern auf einen Feldweg und durch eine kleine Senke wieder leicht bergab, folgt links einem etwas versteckten Waldpfad. Noch immer geht es bergab, hin zum Talweg in den Thüngersheimer Weinbergen, dann links und nach wenigen Metern wieder links leicht ansteigend. Hier bietet sich ein Abstecher zum terroir f Wein & Mythologie an. Folgt den Wegweisern!

terroir f Wein & Mythologie

Wer zu diesem terroir f, einem der magischen Orte des Frankenweins mit weitem Blick über die Weinberge, hinaufgestiegen ist, findet sich in der griechischen Mythologie wieder. Empfangen werden die Besucher von Göttin Ariadne. Hier erfährt man, warum sie hier die Sonne über der Lage „Thüngersheimer Johannisberg“ genießt. Schließlich ist sie vor allem durch ihren „roten Wollfaden“ berühmt geworden, mit dem sie Theseus half, den Weg aus dem Labyrinth des Minotaurus zu finden. Ariadnes Geschichte ging aber noch weiter: Theseus gab der Prinzessin den Laufpass – dafür aber wurde sie von Dionysos, dem Gott des Weines, geheiratet und stieg zur ersten Weinkönigin der Geschichte auf. Und so wundert es nicht, dass man hier, in den Thüngersheimer Weinbergen, auch Dionysos begegnet, der, ebenfalls in Bronze gegossen, seinen und Ariadnes Sohn Oenopion auf seinen Schultern trägt. Oenopion galt, als er erwachsen war, als der erste Winzer in der griechischen Mythologie.

Am Fischberg
97291
Thüngersheim
terroir f - Wein und Mythologie, Foto: Herbert Ehehalt

Wegbeschreibung

Kehrt zum Hauptweg zurück und folgt der Route talwärts bis zum Retzstadter Tor in Thüngersheim. Das einstige nördliche Stadttor mit dem Fachwerkaufbau stammt aus dem Jahr 1609. Geht von hier aus auf der Hinteren Gasse weiter geradeaus bis zur Unteren Hauptstraße. Biegt links ab, und Ihr kommt am Rathaus vorbei zum WeinKulturGaden.

WeinKulturGaden

Die Kirchgaden von Thüngersheim dürfen als eines der wertvollsten und jetzt, nach der denkmalgerechten Sanierung, auch wieder als eines der faszinierendsten Baukulturzeugnisse aus dem Mittelalter gelten. Gaden waren im Mittelalter zumeist kleine Nebengebäude auf Kirchenburgen, die den Bewohnern in der Not Unterkunft bieten sollten und ansonsten zur Lagerung von Mitteln des täglichen Bedarfes dienten. Bis zum Beginn des Dreißigjährigen Krieges dienten diese Kirchgaden als Lagerräume, die im Schutz der Kirche standen und den Kirchhof umgaben. Wesentliche Teile dieser Anlage konnten in Thüngersheim über viele Jahrhunderte hin erhalten werden. Die Sanierung erfolgte in den Jahren 2010 bis 2015. In dem Gewölbe-Ambiente finden heute Weinverkostungen statt, Musikveranstaltungen, Lesungen und regelmäßig wechselnde Kunstausstellungen. In einer neu eingerichteten Dauerausstellung werden die Themen Wein und Kultur in Thüngersheim präsentiert.

Kirchgasse 2
97291
Thüngersheim
Telefon: 0170 41 98 447
E-Mail Adresse: info@weinkulturgaden.de
Samstag: 10:00 - 18:00 Uhr
Sonntag: 10:00 - 18:00 Uhr
terroir f - Wein und Mythologie, Foto: Herbert Ehehalt

Tourende am Bahnhof Thüngersheim

Wegbeschreibung

Wer jetzt Bärenhunger hat nach dieser Wanderung durch Berg und Tal, der braucht nur ein paar Schritte nach rechts zu gehen, denn nahe der WeinKulturGaden befindet sich das Restaurant „Landgasthof zum Bären“, Kirchgasse 1, 97291 Thüngersheim, Tel. 9364 7267. Geöffnet Mi-So 11:30 – 14 und 17 – 22 Uhr. Hier gibt es deftige und gute Hausmannskost und einen guten Tropfen regionalen Weins dazu. Solltet Ihr außerhalb der Öffnungszeiten angekommen sein, Webers Landbäckerei in der Unteren Hauptstraße 22 bietet nicht nur Süßes, sondern hilft auch mit kräftigen Snacks, den Bärenhunger zu stillen.
Zum Bahnhof ist es nur ein Katzensprung. Gut gestärkt und angefüllt mit vielen schönen Erlebnissen bringt die Bahn Euch wieder nach Hause.

Tourenkarte

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Start

Bahnhof Retzbach-Zellingen

Bahnhofstraße 23

97225 Zellingen

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