Am Bahnhof Eisenhüttenstadt laufen Sie von der Eisenbahnstraße nach links auf die Fellertstraße, nach ca. zehn Minuten stehen Sie am Feuerwehrmuseum.
Bahnhofstraße
15890 Eisenhüttenstadt
Erste sozialistische Stadt der DDR
Ein Stadtrundgang für Familien, Kulturliebhaber, Entdecker und Abenteurer
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Am Bahnhof Eisenhüttenstadt laufen Sie von der Eisenbahnstraße nach links auf die Fellertstraße, nach ca. zehn Minuten stehen Sie am Feuerwehrmuseum.
Das Feuerwehr- und Technikmuseum Eisenhüttenstadt zählt zu den bedeutendsten Sammlungen historischer Löschtechnik in Deutschland. Als Teil des Städtischen Museums zeigt es Sachzeugen des Feuerlöschwesens vom 16. bis zum 20. Jahrhundert und dokumentiert die Entwicklung der Feuerlöschtechnik über mehrere Jahrhunderte hinweg.
Einzigartiges Spezialmuseum in Brandenburg
Gelegen in der Altstadt von Fürstenberg, ist das Feuerwehrmuseum das einzige seiner Art in Brandenburg. Seit der Eröffnung im Juni 1992 präsentiert die Dauerausstellung historische und moderne Einsatzgeräte, darunter restaurierte Feuerwehrfahrzeuge, Helme, Uniformen und Technik aus der ehemaligen DDR. Ein besonderes Highlight ist eine Karrenspritze aus dem Jahr 1750 – das älteste Exponat der Sammlung.
Attraktionen und Veranstaltungen
Neben der umfangreichen Sammlung bildet eine eigens entworfene Springbrunnenanlage das Wahrzeichen des Museums und sorgt vor allem im Sommer für eine erfrischende Atmosphäre auf dem Vorplatz. Jährlich im Mai und Oktober wird das Museum zum Schauplatz von Dixielandkonzerten.
Führungen und Forschung
Führungen sind nach Voranmeldung möglich. Forschung und Restaurierung spielen eine zentrale Rolle im Museumsbetrieb, um historische Exponate für künftige Generationen zu bewahren und weiterzuentwickeln.
Unternehmen Sie nun einen kleinen Spaziergang. Folgen Sie der Fellertstraße, die in die Neue Brückenstraße übergeht. Am Roßplatz biegen Sie nach links ab, folgen der Königstraße bis zur Kirchgasse. Bald stehen Sie am Kirchplatz und vor der Nikolaikirche. Sie wurde als spätgotische Hallenkirche im 15. Jahrhundert erbaut. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg ist sie erst seit wenigen Jahren wieder voll nutzbar. In der Nikolaikirche finden das ganze Jahr über Konzerte statt. Vom Kirchplatz zweigt die Oderstraße ab, auf die nach wenigen Metern die Löwenstraße mündet. In der Löwenstraße 4 befindet sich das Städtische Museum.
Die ständige Ausstellung erzählt interessante Episoden von den Anfängen der Stadt Fürstenberg (Oder), den traditionellen Gewerken (Korb- und Glasmacher sowie Schiffer) und der industriellen Entwicklung im 19. und 20. Jahrhundert.
Das Museum wurde 1980 gegründet und umfasst die Abteilungen Stadtgeschichte, Galerie & Kunstsammlung sowie Feuerwehr- und Technikmuseum. Besucher erhalten anhand von Exponaten und interessanten Episoden umfangreiche Informationen über die Entwicklung der Stadt Fürstenberg (Oder) und über traditionelle Gewerke. Außerdem werden in Ausstellungsmodulen die Geschichte der Glasindustrie in Fürstenberg (Oder) und die des zweitgrößten Kriegsgefangenenlagers in Brandenburg, STALAG III B, erläutert. Der größte Teil der Ausstellungsräume ist der Geschichte der neuen Stadt, die ab 1953 Stalinstadt und seit 1961 Eisenhüttenstadt heißt, vorbehalten.
Setzen Sie ihre Entdeckertour durch Fürstenberg fort. Schlendern Sie über den Marktplatz und den Lindenplatz und gehen dann wieder zur Frankfurter Straße. An der Haltestelle Frankfurter Straße steigen Sie in den Bus 454. Jetzt geht es in das eigentliche Eisenhüttenstadt. Sie steigen an der Haltestelle Rathaus aus und laufen in Fahrtrichtung weiter bis zur Saarlouisstraße. Sie ist benannt nach der saarländischen Stadt, die als erstes eine Städtpartnerschaft mit einer DDR-Kommune hergestellt hat.
Weiter geht’s nach links, in der Erich-Weinert-Allee biegen Sie nach rechts ein. Im schlossähnlichen Haus Nr. 3. Hier bietet sich Gelegenheit, noch intensiver in die DDR-Geschichte einzusteigen. Wenn man einer Stadt die DDR-Vergangenheit so deutlich ansieht, dann ist es nur folgerichtig, wenn sie sich auch mit dem Alltag jenes untergegangenen Landes befasst.
Das Museum Utopie und Alltag vereint das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt und das Kunstarchiv Beeskow. Mit 170.000 Objekten der Alltagskultur und 18.500 Werken der bildenden und angewandten Kunst sowie des Laienschaffens bewahrt es einen in seinem Umfang und in seiner Zusammensetzung außergewöhnlichen Bestand zur Kulturgeschichte der DDR.
Hier wird Alltagskultur, Kunst und Architektur im Spannungsfeld von Anspruch und Wirklichkeit, von sozialistischem Gesellschaftsentwurf und realem Alltag gezeigt. Das Versprechen einer besseren Gesellschaft stand in der DDR im Kontrast zur Lebenswirklichkeit vieler Menschen. Das Ideal wurde als Staatsutopie ideologisch vereinnahmt und diskreditiert. Das Museum Utopie und Alltag widmet sich diesem Widerspruch. Es veranschaulicht die Wechselwirkung von Alltagskultur, Kunst, Architektur und Gesellschaftssystem.
Am Standort Eisenhüttenstadt ist zudem architektonisches und städtebauliches Kulturerbe erlebbar. Die als »erste sozialistische Stadt« der DDR konzipierte Planstadt ist heute das größte zusammenhängende Flächendenkmal Deutschlands.
Das Museum befindet sich in einem denkmalgeschützten Krippengebäude, das im Stil der "Nationalen Tradition" gestaltet ist. Ein aufwendig restauriertes Farbglasfenster mit szenischen Darstellungen des Künstlers Walter Womacka schmückt die Eingangshalle.
Inmitten der historischen Planstadt Eisenhüttenstadt gelegen, ist das Museum ein idealer Ausgangspunkt für eine Stadterkundung. An einem virtuellen Stadtmodell kann man einen Rundgang vorbereiten.
Neben der Dauerausstellung »Alltag: DDR« werden im Eisenhüttenstädter Ausstellungshaus wechselnde Sonderausstellungen präsentiert.
Mehr über das Angebot, wie Lesungen und Veranstaltungen, erfährt man auf der Homepage.
Nach dem Besuch des Dokumentationszentrums gehen Sie wieder zurück zur Straße der Republik. Dort geht’s nach links und nach ein paar Metern rechts in die Lindenstraße. Es ist die Hauptstraße der Stadt. Hier zeigt sich Eisenhüttenstadt von seiner buntesten Seite.
Die gesamte Stadt wurde ab 1951 parallel mit dem Bau eines Eisenhüttenkombinats nach einheitlichem Plan im neoklassizistischen Stil der Stalin-Ära aus dem märkischen Sandboden gestampft. Gebaut wurden nicht nur Wohnhäuser, sondern auch ein Theater, ein Kaufhaus. Und wo man hinschaute, gab es Kunstwerke: Mosaike an den Wänden, Plastiken auf den Grünflächen und lustige Brunnen. Es ist erstaunlich, wie all das saniert und restauriert wurde. Im Inneren haben die Häuser allerdings manche Veränderungen erfahren. Wände wurden aufgebrochen und es entstanden moderne, großzügige Räume, die Sanitärausstattung wurde auf den zeitgemäßen Stand gebracht.
Obwohl Flächendenkmal, ist Eisenhüttenstadt kein Freiluftmuseum. Es ist eine lebendige Kleinstadt, auch wenn die Einwohnerzahl in den vergangenen 25 Jahren auf rund die Hälfte geschrumpft ist. Wenn Sie mögen, folgen sie der Lindenallee bis zum Friedrich-Wolf-Theater. In den 1950er Jahren entstanden in der DDR rund 80 derartige tempelähnliche Kulturhäuser. Das in Eisenhüttenstadt besitzt vier Spielstätten, darunter eine Freilichtbühne.
Wenn Sie Ihren Besuch in Eisenhüttenstadt stilvoll abschließen wollen, kommen Sie in die nahe Karl-Marx-Straße 45. Hier erwartet Sie die traditionelle Gaststätte „Aktivist“ in historischem Ambiente. Es kocht der Chef persönlich. Im Restaurant und auf der Sonnenterrasse werden deutsche und internationale Gerichte angeboten.
Für den Weg zurück zum Bahnhof überqueren Sie nun die Karl-Marx-Straße und laufen in die Straße Am Trockendock. Der Weg führt Sie zwischen Supermärkten und an einer Grünanlage vorbei direkt ans Ufer des Oder-Spree-Kanals. Gegenüber am anderen Ufer ist ein markantes Gebäude zu sehen: der ehemalige Getreidespeicher. Es handelt sich um einen sogenannten 10.000-Tonnen-Reichstypenspeicher, wie er auch in anderen deutschen Städten – zum Beispiel Halle, Magdeburg und Tangermünde – zwischen 1936 und 1945 gebaut wurde.
Überqueren Sie nun den Oder-Spree-Kanal, die Beeskower Straße führt gerade aus zurück zum Bahnhof.
Die Karte ist visuell optimiert und nicht barrierefrei. Als barrierefreie Alternative für alle Inhalte nutzen Sie die textbasierte Ansicht
Start/Ende
EisenhüttenstadtBahnhofstraße
15890 Eisenhüttenstadt