Sie überqueren die Gleise der S-Bahn und die zweispurige Paracelsusstraße und gehen weiter geradeaus. An der Reilstraße geht es nach rechts bis zum Eingang des Zoologischen Gartens.
06118 Halle (Saale)
Gartenträume an der Saale
Ein Stadtrundgang für Naturliebhaber, Kulturliebhaber und Familien
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Sie überqueren die Gleise der S-Bahn und die zweispurige Paracelsusstraße und gehen weiter geradeaus. An der Reilstraße geht es nach rechts bis zum Eingang des Zoologischen Gartens.
Zoo Halle - Der Berg ruft!
Hoch über dem Tal, in dem sich die Saale romantisch zwischen sanft geschwungenen Hügeln und alten Burgen schlängelt, befindet sich auf dem Reilsberg der Zoologische Garten Halle. Diese einmalige Lage ist es auch, die ihn zu einem der landschaftlich schönsten und zum einzigen Bergzoo Deutschlands macht. Die weitläufigen und beeindruckenden Ausblicke über Stadt und Land sowie die präsentierte Artenvielfalt bieten ein einmaliges Erlebnis das in dieser Kombination seinesgleichen sucht.
Mit vielen erst in jüngster Zeit modernisierten und neuerbauten Anlagen wurden für die Zoobesucher eindrucksvolle Erlebnisbereiche geschaffen. Anstatt in riesigen Gehegen versteckten Tieren, gibt es in überschaubaren und reizvoll gestalteten Tieranlagen viel zu entdecken. Löwe, Tiger und Co sind hinter Panoramascheiben zum Greifen nah und die Raubkatzen sowie die Elefanten kann man von den Besucherterrassen der Freianlagen, sogar aus der Vogelperspektive betrachten.
Auf Grund seiner landschaftlichen Konzeption ist der Zoologische Garten Halle der ideale Ort für Familien und ältere Besucher. Trotz der Lage am Berg, machen ihn die serpentinenartig angelegten Wege auch zu einem Zoo der kurzen und barrierefreien Wege. Wo man sich auch im Zoo befindet, man benötigt jeweils nur wenige Schritte um die nächste Tieranlage, einen der beeindruckenden Aussichtspunkte, den nächsten Spielplatz sowie einen der wunderschön gelegenen Biergärten zu erreichen.
Die aktuellen Öffnungszeiten bitte auf der Webseite in Erfahrung bringen.
Reilstr. 57
06114
Halle (Saale)
Verlassen Sie den Zoo durch den Hinterausgang und laufen nach links die Seebener Straße entlang, bis auf der linken Seite ein Park auftaucht.
Der ehemalige Privatgarten des Komponisten Johann Friedrich Reichardt (1752 – 1815) wurde Ende des 18. Jahrhunderts im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegt. Durch die zahlreichen berühmten Gäste Reichardts (darunter Goethe, Novalis und Brentano) wurde das Anwesen weit über die Grenzen hinaus als „Herberge der Romantik“ bekannt. Das Charakteristische des Gartens liegt in seinem Netz aus verschlungenen Wegen und Treppen, die an zahlreichen Denkmälern vorbeiführen. Zur Erinnerung an den Schöpfer des Gartens wurden an verschiedenen Parkeingängen Tafeln aufgestellt.
Seebener Str. 195
06114
Halle (Saale)
Weiter geht es auf der Seebener Straße entlang, einige Meter weiter zieht das Historische Straßenbahndepot Interessierte an. Gezeigt wird eine Sammlung von 19 nostalgischen Triebwagen, 14 Beiwagen und Oldtimer-Omnibussen. (Öffnungszeiten auf www.hsf-ev.de/museum)
Bevor es in die Burg Giebichenstein geht, besuchen Sie noch vorab den Amtsgarten, der sich unterhalb der Burg entlang zieht. Seine Entstehung reicht bis in die Barockzeit zurück. Besonderheiten des Gartens sind die thematisch unterschiedlich gestalteten Terrassengärten zu Rhododendron, Rosen und Zierblumen. Hier finden sich noch einige wertvolle alte Solitärbäume.
Die Burg Giebichenstein gehört zu den vielbesungenen „Burgen hell und schön“ an „der Saale hellem Strande“. Ihre Geschichte verliert sich in den Tiefen des Mittelalters. 961 erstmals in einer Urkunde erwähnt, ist sie die älteste Burg an der Saale. Von hier aus wurde der lukrative Salzhandel überwacht. Bekannt ist jedenfalls, dass hier lange Zeit Slawen und Germanen friedlich miteinander gelebt haben. Giebichenstein bestand aus einer Ober- und einer Unterburg. Sie diente den Erzbischöfen von Magdeburg als Residenz, bis sie 1514 auf die Moritzburg umzogen.
Die Oberburg wird seit den Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg nicht mehr genutzt. In den 1960er-Jahren legten umfangreiche Grabungsarbeiten die Fundamente der einstigen Bebauung offen. Das Gelände wurde 1966 als Freilichtmuseum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Von hier aus bietet sich ein weiter Blick in die Saalelandschaft.
Die Unterburg befindet sich seit 1921 im Besitz der Stadt Halle (Saale). Sie richtete hier eine Kunsthochschule in Konkurrenz zum Bauhaus in Dessau ein. Aus ihr entwickelte sich zu DDR-Zeiten die „Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle“. Inzwischen firmiert sie als „Kunsthochschule Halle“. In zahlreichen Ausstellungen werden hier Werke der Klassischen Moderne, aber auch aktuelle Studentenarbeiten gezeigt.
Seebener Straße 1
06114
Halle (Saale)
Als krönender Abschluss eignet sich der Ausblick auf die Burg Giebichenstein von der Gaststätte „Speiseberg“ aus mit ihrem großen Biergarten. Dafür überqueren Sie die Saale über Halles berühmteste Brücke – die „Giebichensteinbrücke“. Dort bewachen die monumentalen Steinskulpturen eines Pferdes und einer Kuh den mittleren Brückenbogen. Ihre Rückfahrt können Sie mit der Straßenbahn-Linie 7 von der Haltestelle „Talstraße“ aus antreten.
Start
S Bahnhof Zoo06118 Halle (Saale)