Eckdaten zur Tour
Wer auf den Spuren der alten Mönche von Neuzelle wandeln möchte, besucht natürlich das Kloster. Auf der „Kleinen Mönchstour“ entdecken Sie aber zudem noch all die anderen Orte in der reizvollen Umgebung, welche die Mönche hier einst erwarben, z. B. Ratzdorf. Der Ort liegt am Zusammenfluss von Oder und Neiße und wurde erstmals nach dem Verkauf an die Neuzeller Mönche erwähnt. Über lange Zeit prägte hier die Schifffahrt das Leben. Ratzdorf war ein großer Umschlagplatz in der Niederlausitz. Das Wahrzeichen des Ortes ist heute das Pegelhaus, das 1997 beim Jahrhunderthochwasser einen Rekordpegelstand von 6,88 m anzeigte.
Auch Coschen, Breslack, Wellmitz und Schwerzko gehörten zum Besitz des Klosters Neuzelle und weisen vielfältige Verbindungen dorthin auf: In Wellmitz z. B. wurde der bekannteste Abt des Klosters, Martinus Graff, geboren. Auf dem alten Friedhof des Kirchplatzes stehen vier Sühnekreuze als Zeugnis damaliger Rechtsprechung, die selten in dieser Region zu finden sind.
Auch Naturliebhaber kommen auf ihre Kosten, denn die abwechslungsreiche Tour führt teilweise durch naturbelassene Landschaftsräume mit einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt. In den Oderauen zwischen Neuzelle und Ratzdorf, wo sich Oder und Neiße vereinen, bieten sich zu allen Jahreszeiten faszinierende Naturschauspiele. Ganz im Kontrast zu dieser weiten Landschaft stehen die tiefen Schluchten und Einschnitte im Dorchetal. Hier gab es einst zahlreiche Mühlen, nur noch die Schwerzkoer Mühle ist bis heute erhalten geblieben.
Für die 39 km lange Radrundtour sollten Sie etwa 4 Stunden reine Fahrzeit einplanen. Auf dem Areal des Klosters in Neuzelle befindet sich auch die Besucherinformation, bei der Sie Fahrräder und E-Bikes leihen können. Es empfiehlt sich eine vorherige telefonische Reservierung (Tel. 033652-6102). Wenn Sie mit eigenen Rädern anreisen, beachten Sie bitte, dass im Regionalverkehr kein Anspruch auf Fahrradmitnahme besteht.
Eine Radtour für Naturliebhaber, Kulturliebhaber und Entdecker
Entspannt anreisen und Leihräder bei den Vermietern vor Ort nutzen. Die Kapazitäten für die Fahrradmitnahme in den Züge sind begrenzt und eine Mitnahme des eigenen Rads kann je nach Auslastung nicht garantiert werden.