Die Stettiner Straße führt vom Bahnhof aus direkt zum Stadtpark.
Stettiner Straße
17291 Prenzlau
Ein Stadtrundgang durch Prenzlau
Ein Stadtrundgang für Familien, Naturliebhaber und Kulturliebhaber
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Die Stettiner Straße führt vom Bahnhof aus direkt zum Stadtpark.
Was Prenzlau nach der Landesgartenschau 2013 geblieben ist? Die grüne Wonne! Die Stadt, mit dem altehrwürdigen Dominikanerkloster, heute das Kulturzentrum und Museum beherbergend; mit der den Bürgerstolz ausdrückenden und sich über alles erhebenden Marienkirche, die in ihrer Pracht eines der schönsten Zeugnisse nordostdeutscher Backsteingotik darstellt; mit dem einladenden Unteruckersee, der zu Bootspartien, Schwimmausflügen, Kanufahrten oder einfach zum Entspannen einlädt, hat viele Facetten.
Sie ist modern rund um ihren neuen Marktberg, versprüht kleinstädtisches Flair vergangener Zeit, wenn man über das Kopfsteinpflaster am Sternberg spaziert. Sie ist im phantasievoll angelegten Seepark mit seinen Themengärten ebenso wie im Stadtpark mit dem beeindruckenden Baumbestand eine grüne Oase. Am Nordufer wirkt sie fast ein wenig maritim und sobald man vor die Tore der Stadt kommt, ist man entweder verzaubert von der wunderschönen uckermärkischen Hügellandschaft oder fühlt sich eingeladen zur Wanderung durch die Wälder der Region.
Vom Frühling bis in den Herbst hinein vor allem werden all die schönen Ecken der Stadt immer wieder „bespielt“ und laden zu Veranstaltungen ein. Zum Kultursommer im Dominikanerkloster mit Ausstellungen, Theateraufführungen und Konzerten unter der Friedgartenlinde beispielsweise oder zum großen Open-Air-Picknick in den Seepark, zum Stadtfest und zur Kulinarischen Meile auf den Marktberg und in die Innenstadt und zum Fischerfest ans Nordufer.
Sowohl Stadt- als auch Seepark sind täglich bis Einbruch der Dunkelheit frei zugänglich und kostenfrei. Zu Veranstaltungen auf der Freilichtbühne hat der Seepark gesonderte Öffnungszeiten. Diese können Sie dann www.prenzlau.eu entnehmen.
Sie sind am südlichen Ende des Stadtparks angelangt. Auf der anderen Straßenseite präsentiert sich eine Kasernenanlage aus der Kaiserzeit, die dem Baumaterial Ziegel ihren Namen verdankt: Rote Kaserne. Wo einst ein Infanterieregiment untergebracht war, verwalten heute rund 800 Angestellte den Landkreis Uckermark.
In der Straße Am Steintor steht das nächste historische Gebäude dieses Rundgangs. Es ist das trutzig erscheinende Rathaus, von dem aus die Stadt seit mehr als 60 Jahren regiert wird. Vor 170 Jahren als Armen- und Erziehungsanstalt gebaut, treffen sich hier die Brautpaare auf ihrem Weg zum Standesamt. Bleiben Sie auf der Straße Am Steintor und Sie sehen auf der linken Seite das Bauwerk, nach dem sie benannt ist.
Im Jahre 1306 wurde der Steintorturm erstmals erwähnt. Im 14. Jh. erfolgte eine Erhöhung des Turmes. Das eigentliche Tor, welches sich neben dem Turm befand, wurde nach stetigem Verfall im Jahre 1835 abgetragen. Auch ein neu errichtetes Stadttor (1837) wurde 1875 abgerissen. Heute wird der Turm vom Uckermärkischen Geschichtsverein zu Prenzlau genutzt. In den Sommermonaten ist der Turm zur Besichtigung geöffnet (samstags und sonntags von 14-16 Uhr. Gern kann man die ca. 100 Stufen hoch steigen und von der Aussichtsplattform über die Stadt schauen - es ist ein beeindruckender Panoramablick.
Dann geht es nach links vorbei an einer erst vor wenigen Jahren entstandenen Häuserzeile. Sie zeigt, wie gut sich mittelalterliche Architektur und modernes Bauen vertragen können.
Wenige Schritte sind es und ein Durchgang zwischen Häusern führt zur Alten Nikolaikirche. Von ihr steht nur noch der Turm, der rekonstruiert wurde. Das Kirchenschiff verfiel bereits seit dem 16. Jahrhundert und wurde schon im 18. Jahrhundert abgetragen, um Raum zu schaffen für die beiden Kasernenbauten rechts und links des Platzes – die Anfänge der preußischen Garnisonstadt. Die alten Kasernen beherbergen heute Gewerbe- und Büroräume. Der Weg zurück und über die Diesterwegstraße und die Schulzenstraße bringt Sie zur Neuen Nikolaikirche und zum Dominikanerkloster.
Mit neuer Dauerausstellung und Nordkreuzgang!
Das Dominikanerkloster gilt als eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Klosteranlagen Norddeutschlands. Heute ist es ein Kulturzentrum und ein Museum.
Das Museum zeigt eine bemerkenswerte Sammlung mittelalterlicher Objekte und eine Ausstellung über das Leben und Schaffen des klassizistischen Landschaftsmalers und Goethefreundes Jakob Philipp Hackert. Es bietet auch Gelegenheit, das Refektorium mit seinen beeindruckenden mittelalterlichen Wandmalereien zu bestaunen.
Für den Rundgang stehen Audioguides in deutscher, englischer, polnischer sowie leichter Sprache und für Kinder zur Verfügung. Jährlich finden diverse Veranstaltungen wie Theater, Konzerte und Lesungen statt.
Tipps: Gruppenführungen sowie museumspädagogische Angebote für Kinder- und Jugendgruppen sind auf Anfrage möglich.
Für den Rundgang stehen Audioguides in deutscher, englischer, polnischer sowie leichter Sprache und für Kinder zur Verfügung. Außerdem können Kinder zusätzlich zur Audioguidevariante auf einer spannenden Quiztour mit Papier und Stift das Museum aktiv erkunden.
Und wieder führt der Weg an der Stadtmauer entlang. Hier ist ein Wohnhaus geradezu mit der Mauer verschmolzen. Das sparte immerhin eine Wand, typisch für sparsames Bauen in früheren Zeiten. Ein Stück weiter machen die Reste eines Wiekhauses deutlich, wie stark die Stadtverteidigung einst organisiert war. Klein und unscheinbar steht dagegen das älteste „profane“ Haus Prenzlaus an der Mauer. Es war eine öffentliche Darre, in der die Bürger Lebensmittel durch Trocknen haltbar machten. Am nächsten Erinnerungsort berichten zwei Schrifttafeln von der jüdischen Synagoge, die einmal an dieser Stelle stand. Sie wurde am 10. November 1938 von den Nazis niedergebrannt. Durch die Wasserpforte verlassen wir die historische Innenstadt und gelangen an das Ufer des Unteruckersees.
Die grünen Flächen zwischen der Stadtmauer und dem Unteruckersee haben sich während der Landesgartenschau 2013 in blühende Gärten verwandelt. Die breite Uferpromenade teilen sich Spaziergänger, Jogger und Radfahrer. Ein kurios gestaltetes Fahrrad am Nordufer des Sees erinnert daran, dass der Radfernweg Berlin - Usedom durch Prenzlau führt. Die Uferpromenade bietet Gelegenheit zu ausgiebiger Rast.
Der Rundgang führt in die Fischerstraße auf die Straße Marktberg und schließlich zurück zum Stadtzentrum. Durch das Mitteltor geht es zurück in die mauerbewehrte Stadt. Es ist mit seinem verzierten Wehrkranz das markanteste aller Prenzlauer Tore. Wer meint, dieses Tor in Berlin schon einmal gesehen zu haben, hat recht: Zwei kleinere Nachbauten schmücken die Oberbaumbrücke zwischen Friedrichshain und Kreuzberg.
Nur ein paar Schritte vom Mitteltorturm entfernt findet man die Heiliggeistkapelle.
Der Backsteinbau mit dem filigranen Turm wurde im 14. Jahrhundert als Bethaus für das benachbarte Heiliggeist-Hospital erbaut. Bereits 1899 wurde in der Kapelle das Uckermärkische Museum untergebracht. 1945 brannte sie aus und mit ihr wichtige Zeugnisse der Regionalgeschichte. Mittlerweile hat sie ein neues Dach bekommen und soll für Ausstellungen genutzt werden. Die Stadt Prenzlau sammelt Spenden, um wieder Fenster in das Gebäude einzubauen.
An einem Luther-Standbild vorbei biegen Sie nach links in die Klosterstraße ein und erreichen die Kirche St. Marien.
Als erste Hallenkirche Norddeutschlands ist die dreischiffige Hauptpfarrkirche Prenzlaus eines der bedeutensten Bauwerke norddeutscher Backsteingotik des 13. und 14. Jahrhunderts. Leider brannte sie in den letzten Kriegstagen des Zweiten Weltkrieges vollkommen aus und wurde erst ab 1970 wieder aufgebaut. Im Oktober 1995 erhielt der Südturm eine neue Uhr und im August 2000 konnten ein Teil des Predellareliefs und zwei weitere Altarfiguren restauriert übergeben werden. Seit einigen Jahren ziert das neue Gewölbe den Innenausstattung der Kirche. Die zukünftige Orgel der Kirche wird in der nächsten Zeit eingebaut. Im Sommer gibt es Rush-Hour-Concerte und die Kirche ist zur Besichtigung geöffnet.
Verlassen Sie die Kirche und gehen den Marktberg aufwärts. In der Nähe der modernen Stadtinformation findet man zwei weitere Zeugen der Geschichte Prenzlaus: Zum einen ein mit Feldsteinen markiertes Steinkreuz, eingelassen ins Straßenpflaster. Hier stand bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts ein Galgen. Wenige Meter daneben befindet sich ein großer rechteckiger Stein, der an seiner langen Seite mit neun Rillen durchzogen ist. Das war der Richtstein, in dessen Rillen das Blut der Enthaupteten abfloss. Der Stadtrundgang führt nun in die Friedrichstraße, die Einkaufsmeile Prenzlaus. Den Eingang bewacht eine Rolandfigur, die einst die Marktfreiheit der Stadt dokumentierte.
Rolandsstatuen versinnbildlichen die Marktfreiheit und Marktgerechtigkeit einer Stadt. Im Jahre 1495 wurde der Prenzlauer Roland am Obermarkt errichtet. Am 21. Januar 1737 warf ein Sturm den Roland vom Sockel. Originalteile dieses Rolands befinden sich heute im Dominikanerkloster.
Am 10.06.2000 wurde vor der Volksbank Uckermark der neue Prenzlauer Roland enthüllt. Die vom Bildhauer Toralf Jaekel angefertigte Sandsteinfigur ist 4,70 m hoch.
Vorbei am repräsentativen Kino im klassizistisch inspirierten Stil der 1950er Jahre und an Straßencafés führt der Weg zur noch immer stark lädierten Kirche St. Jacobi. Ihr Name lässt richtig vermuten, dass dies eine Wallfahrtskirche am Jakobsweg war. Ein paar Meter weiter zeigt sich ein Stück Stadtmauer mit dem Blindower Torturm. Von hier führt der Weg zurück zum Bahnhof von Prenzlau.
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