Zu Mümmelken und Mooren

Geheimtipp: Wanderung im Naturschutzgebiet Mümmelkensee

Start
Heringsdorf
Dauer
2 h
Länge
10 km
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Seebad Bansin, Foto: Andreas Dumke, Lizenz: Usedom Tourismus GmbH
Seebrücke Bansin, Foto: TMV/Gohlke
Steilküste Seebad Bansin, Foto: Andreas_Dumke, Lizenz: Usedom Tourismus GmbH
Mümmelkensee Bansin, Foto: Klotz, Lizenz: terra press GmbH
Eckdaten zur Tour
Usedoms drei Kaiserbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin zeigen sich wahrlich majestätisch mit schicken Villen in strahlend weißer Bäderarchitektur und langen Sandstränden an der Ostsee. Nur ein Stückchen weiter gibt es aber auch faszinierende Naturschätze, die noch echte Geheimtipps sind.

Kennen Sie zum Beispiel den Mümmelkensee bei Bansin? Der lustige Name stammt von der Gelben Teichrose, die plattdeutsch Mümmelken heißt. Es ist der idyllische Restsee eines Moores, das bereits 1957 mit samt einem sechs Hektar großen Areal unter Naturschutz gestellt wurde. Nie hat der Mensch hier eingegriffen, weder entwässert, noch Torf gewonnen und so konnte sich das Moor nach den Gesetzen der Natur entwickeln. Ein hölzerner Steg führt Sie über das Moor und gibt fantastische Seen-Sichten frei - wenn sich die Schäfchenwolken im See spiegeln oder die Teichrosen ihre Blüten öffnen.

Ein schöner Rundwanderweg führt in dieses verborgene Naturparadies. Auf der Tour erleben Sie das Seeheilbad Bansin mit seiner Strandpromenade, das imposante Steilufer am Langen Berg und dichte Buchenwälder. Folgen Sie einfach ein Stück dem Ostseeküsten-Wanderweg E9 mit der Markierung grüner Diagonalstrich!

Packen Sie auch ein Picknick ein, denn gastliche Häuser gibt es nur zum Beginn der Tour.
Eine Wandertour für Familien und Naturliebhaber

Start- und Endbahnhof

Startbahnhof
Bansin Seebad
3 Tourstationen
10 km / 2 Stunden
Endbahnhof
Bansin Seebad

Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.

Vorschau der App-Darstellung der Tour "SUP-Seeing in Potsdam" | © DB Regio Nordost

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Ablaufplan

Tourstart am Bansin Seebad

Wegbeschreibung

Los geht’s am Bahnhof Bansin Seebad. Die Ahlbecker Chaussee bringt Sie zur Seestraße, die Sie rund 1,2 Kilometer bis zur Strandpromenade entlanglaufen.

Vorbei geht es an schmucken Feriendomizilen, kleinen Läden, Cafés und Restaurants. Linker Hand steht der Kurpavillon mit vier hölzernen Wagen. Sie erinnern daran, wie sich früher die feinen Herrschaften in den Wägelchen für das erfrischende Bad umzogen.

Der feine Sandstrand ist hier bis zu 70 Meter breit. Ein Bummel auf der Strandpromenade bringt Sie zur Seebrücke.

Seebrücke Bansin

Die Seebrücke Bansin wurde im Sommer 1994 eingeweiht. Sie ist auch Anlegestelle für Schiffe, die Butterfahrten Richtung Swinemünde und Fahrten nach Heringsdorf und Ahlbeck anbieten.

Strandpromenade
17429
Bansin
Seebrücke Bansin, Foto: TMV/Gohlke

Wegbeschreibung

Zum Ende der Promenade hin merken Sie bereits: Linker Hand beginnt das Steilufer. Wo die Promenade endet, bringt Sie eine Treppe hoch in den Wald.

Laufen Sie hier aber nicht auf dem asphaltierten Radweg, sondern auf dem Wanderweg E9 (blauer Querstrich), der dichter an der Steilküste entlangführt. Hin und wieder geben die windgeplagten Bäume den Blick frei hinunter auf Ostseewellen und Badestrand. Maiglöckchenfelder und Blaubeerenteppiche machen die Wanderung im Frühjahr bzw. Spätsommer noch schöner.

Sie passieren das Hotel Forsthaus Langenberg, das saisonal auch Kaffee, Kuchen und Imbiss anbietet, und laufen weiter zum Aussichtspunkt Langer Berg.

Langer Berg Bansin

Die Steilküste Langer Berg gehört mit ihren 54 Metern zu den höchsten Erhebungen auf der Insel Usedom. Geprägt wurde die Landschaft von der Weichsel-Eiszeit. Bei seinem Rückzug schuf das Gletschereis solch markanten Höhenzüge und hinterließ Ablagerungen - Mergel, Sand und Kies. Bei starkem Regen, Frost und hohem Seegang kommt es immer mal wieder zu Rutschungen und Abbrüchen. Das Meer spült den Sand mit und so weicht das Steilufer jedes Jahr durchschnittlich etwa 30 Zentimeter zurück.

Strandpromenade
17429
bansin
Steilküste Bansin, Foto: Klotz, Lizenz: terra press GmbH
Steilküste Bansin, Foto: Klotz, Lizenz: terra press GmbH

Wegbeschreibung

Der Weg führt durch schönsten Buchenwald immer hügelauf- und abwärts. Atmen Sie tief durch und genießen Sie die frische Meeres- und Waldluft. Dann entfernt sich der Wanderweg vom Steilufer und trifft wieder auf den Radweg.

An der kleinen Kreuzung steht eine Wanderhütte zum Rasten. Gegenüber geht es nun auf einem schmalen Waldweg hügelan zum Mümmelkensee. Doch aufgepasst, die Schilder mit dem grünen Dialogstrich sind recht klein. An einer Weggabelung müssen Sie sich entscheiden: Rechter Hand um den See gelangen Sie zu einer Schutzhütte mit Blick auf das Moorgebiet, linker Hand geht es zum Holzsteg.

Mümmelkensee Bansin

Der Mümmelkensee, benannt aus dem Niederdeutschen Mümmelken für Gelbe Teichrose, entstand nach der letzten Eiszeit vor rund 8.000 Jahren. Hier lag in einer Senke ein Toteisblock, der langsam schmolz und dieses Gewässer hinterließ, das heute rund ein Hektar groß ist. Im Laufe der Zeit bildete sich in der abflusslosen Senke ein Hochmoor, das sich aus Zulaufwasser und Niederschlägen speist.

Der Torf, also vermoderte Pflanzenreste, ist bis zu vier Meter dick und im Inneren der Senke bis zu 15 Meter. Die Torfschicht wurde zum Glück nie abgebaut, als die Menschen das getrocknete Torf noch als Brennmaterial nutzten. So blieb das Moor weitgehend erhalten.

Am Ufer des Sees finden sich Schwingrasen, Torfmoose, Sumpfporst, Wollgräser, Sonnentau, Heidekraut und Krähenbeere. Hier gibt es kaum Wasservögel, dafür Singvögel, Schmetterlinge, Fledermäuse und Wildschweine. In der Nähe brütet der Eisvogel. Umgeben ist das Gebiet von Waldkiefern, Moorbirken und Buchen.

Mümmelkensee Bansin, Foto: Andreas Dumke, Lizenz: Usedom Tourismus GmbH

Tourende am Bansin Seebad

Wegbeschreibung

Nach diesen wunderbaren Natureindrücken laufen Sie nun durch den Wald die bekannte Ausschilderung entlang auf dem Naturlehrpfad Mümmelkensee, ein ständiger Wechsel von Auf und Ab.

Unterwegs informieren Sie Tafeln für die Besonderheiten des Gebietes, über Flora und Fauna. Immer wieder überraschen schöne Waldabschnitte.

Sie passieren Senken wie die Wolfskuhle, wo um 1750 der letzte Wolf auf Usedom getötet worden sein soll, und gelangen schließlich auf den Fischerweg. Vorbei am Bansiner Fußballplatz gelangen Sie geradewegs auf die Seestraße. Jetzt sind es nur noch ein paar Schritte bis zum Bahnhof.

Eine tolle Tour zu einem kleinen Wunder der Natur!

Tourenkarte

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Start/Ende

Bansin Seebad

17429 Heringsdorf

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(Unterzeile)
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