- Denkmalgeschütztes Bahnhofsgebäude von 1907 mit Café und Ferienwohnungen
- Regelmäßig Konzerte in der Saison
- Wanderweg nach Glashütte mit grünem Punkt gekennzeichnet
Am Bahnhof Klasdorf
15837 Klasdorf
Glasmacherdorf Glashütte
Eine Wandertour für Familien, Kulturliebhaber, Entdecker und Abenteurer
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
- Denkmalgeschütztes Bahnhofsgebäude von 1907 mit Café und Ferienwohnungen
- Regelmäßig Konzerte in der Saison
- Wanderweg nach Glashütte mit grünem Punkt gekennzeichnet
Im schönsten Glasmacherort Europas können Besucher Handwerkern über die Schulter schauen und selbst Glas blasen. „Glashütte“ steht auf dem schlichten Holzwegweiser im Wald des Baruther Urstromtals. Wer ihm folgt, gelangt zu einem ganz besonderen Ort. Bald geben die Bäume den Blick frei auf eine romantische Siedlung aus schlichten Fachwerkhäuschen mit roter Ziegelausfachung. Es ist ein historisches Ensemble aus Werkstätten, der stattlichen Neuen Hütte von 1861, Wohnhäusern, Schule und Gasthof. Die Zeit scheint in Glashütte stehen geblieben zu sein.
Schon seit 300 Jahren ist die Kunst des Glasmachens hier zuhause. Zu voller Blüte kam das Gewerbe im 19. Jahrhundert, als der Ort mit der Produktion von Lampenschirmen aus Milchglas zum größten Glaserzeuger Brandenburgs aufstieg. In vielen Berliner Salons hingen damals Lampenschirme aus Glashütte. Die „Licht-Metropole“ Berlin beschäftigte um den Moritzplatz 10.000 sogenannte Gürtler und Monteure, die Petreoleumleuchten mit Zylindern und Schirmen aus Glas der Baruther Hütte ausstatteten. Wussten Sie, dass der aus Glashütte stammende Glasinstrumentenmacher Reinhold Burger im Jahr 1903 in Berlin die Thermosflasche erfand? Nach zwei Weltkriegen und drei Jahrzehnten Planwirtschaft musste das Werk an seinem märkischen Geburtsort aufgegeben werden.
Heute erlebt die Baruther Glashütte einen zweiten Frühling als das lebendige Glasmacherdorf im Fläming. Es ist ein europaweit einmaliger Erlebnisort zur manuellen Glasfertigung. In dem denkmalgeschützten Ensemble betreiben 20 verschiedene Kunsthandwerker und Händler kleine Ateliers mit handgefertigten Waren. Ein Museum erzählt die Geschichte der Glasherstellung. Zwei Cafés, ein Gasthof und ein Weinsalon laden zur Verkostung regionaler und internationaler Delikatessen. Und mehrere Gastgeber bieten gemütliche Zimmer für einen Kurzurlaub an.
Sonderausstellungen, Ferienprogramme, Kinder- und Familienfest, Bergmannsweihnacht, Hüttenabende: Der Veranstaltungskalender ist ganzjährig gut gefüllt. Darüber hinaus stehen Weinseminare sowie Kurse zu alten Handwerken wie Filzen, Seife gießen, Töpfern, Schmieden und natürlich Glasblasen zur Wahl.
Tipp: Schlendern Sie über den dörflichen Weihnachtsmarkt mit historischer Bergmannsweihnacht, immer am ersten Advents-Wochenende.
Für Radler: Die Baruther Glashütte liegt an den Radwegen "Fläming-Skate Rundkurs 8" und "Dahme-Radweg".
- größtes Gebäude des Denkmalortes: das Museum in der Neuen Hütte
In der Neuen Hütte in Baruther Glashütte aus dem Jahre 1861 zeigen Ausstellungen, was alles zur Glasproduktion benötigt wurde, und dass hier einst Lampenschirme und dann Gärballons entstanden. In der Ofen-Halle mit ihren historischen Produktionsanlagen steht das größte Ausstellungsstück, der alte Wannenofen. Auch wechselnde Sonderausstellungen widmen sich dem uralten Handwerk des Glasmachens. Der Rundgang endet im Glasstudio, wo Glasmacher ihr Industrie-Handwerk veranschaulichen. Wer mag, kann sich selbst im Glasblasen ausprobieren. Im Museumsshop gibt es allerlei nützliche und dekorative Glaserzeugnisse sowie Glasliteratur. Hier findet garantiert jeder ein hübsches Mitbringsel für zu Hause.
- Alternative für den Rückweg: Radweg des Rundkurses 8 der Flaeming-Skate von Glashütte über Klasdorf zum Bahnhof
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Klasdorf GlashütteAm Bahnhof Klasdorf
15837 Klasdorf